Wettbewerbe – Renderverbot

“Kürzlich gingen in Saarbrücken zwei Wettbewerbe zu Ende: für die Kulturbibliothek des Saarlandes und für die Hochschule für Musik Saar. Entschieden haben die Preisrichter ausschließlich auf Basis von Zeichnungen und Modellen – Renderings waren nicht erlaubt. Man kann die Auslober, die diese Regel auf­gestellt haben, als rückwärtsgewandt bezeichnen, man kann sie aber auch als Anwälte des Kulturguts Architekturwettbewerb feiern. Sicher ist: Das Renderverbot von Saarbrücken rückt ein strittiges Thema ins Licht.

Kiefer, Herbert, Präsident der Architektenkammer Saarland”

Quelle: Bauwelt

Artikel in voller Länge in der aktuellen Bauwelt 11.10

Neues Bundesnaturschutzgesetz

Ein Schmetterling auf einem Blumenmeer.Foto: Brinschwitz, Michael

Da sich der Blog mit der gesamten Bandbreite der Stadtplanung beschäftigt, soll an dieser Stelle auf das Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes am 1. März 2010 hingewiesen werden.

Wer also aktuelle Bebauungspläne mit Umweltbericht oder entsprechenden Gutachten zum Umweltschutz bzw. artenschutzrechtlicher Natur erarbeitet oder von einem Gutachter auf den Tisch bekommt, muss darauf achten, dass das richtige BNatschG zitiert und vor allem die richtigen Paragraphen herangezogen werden.

Berlin’s Mitte – mal wieder (Schinkelwettbewerb 2010)


Scheinbar ist Berlin immer gut – fragt sich nur wofür…diesmal scheinbar für einen Wettbewerb.

Nicht nur, dass das Thema des soeben beendeten Schinkelwettbewerbs einen präganten Ort der Hauptstadt mal wieder zum Thema machte, darüber hinaus werden die Ergebnisse, die Berlin sicher weder nutzen kann noch will, publiker wahrgenommen als zum Bespiel die letzten beiden Themen des AIV (Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin). So war 2009 Brandenburg an der Havel zusammen mit Rathenow und 2008 Cottbus gerade städtebaulich prägnanter.
Meiner Meinung nach ist das weniger der Pressearbeit des AIV sondern vielmehr auf das nationale Fachinteresse zurückzuführen.

Zum Thema und damit zu den Ergebnissen.
Inhalt des Wettbewerbes war die Beschäftigung mit der prominenten Freifläche zwischen Fernsehturm und zukünftigem Stadtschloss. Die Aufgabe galt es in verschiedenen Fachgebieten, welche in fünf Kategorieren (Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Konstruktiver Ingenieurbau und Kooperation) aufgeteilt waren, zu bearbeiten.

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Ausstellung: Wiederkehr der Landschaft


© Alex S. MacLean für Akademie der Künste, 2009

Die Stadt des 20. Jahrhunderts wurde gegen die Landschaft gebaut. Die ökologischen Folgen heißen Klimawandel, Wasserknappheit und Artenschwund. Die Stadt des 21. Jahrhunderts ist aus der Landschaft zu entwickeln. Nötig sind kreative und nachhaltige Lösungen – und eine neue emotionale Annäherung.

Die Akademie der Künste stellt diese Thesen ins Zentrum der interdisziplinären Ausstellung “Wiederkehr der Landschaft”, die am 12. März 2010 in Berlin eröffnet und von zahlreichen Veranstaltungen begleitet wird.

“Wiederkehr der Landschaft” stellt ein städtebauliches, ökologisches und kulturelles Thema in den Mittelpunkt, das angesichts des Klimawandels von aktueller Brisanz ist.

“Wiederkehr der Landschaft” bildet den Auftakt zu einem mehrmonatigen Schwerpunkt zu den Themen Landschaft und Architektur; weitere Ausstellungen folgen ab Mai 2010.

Ausstellung vom 13. März bis 30. Mai 2010

Quelle: Akademie der Künste

Nachtrag 14.03.2010
Auch die Baunetzwoche #165 vom 12.03.2010 widmet sich dem Thema “Wiederkehr der Landfschaft”
Link zum PDF

IKEA-HAUS|Boklok (schwedisch:”wohne clever”)

Der schwedische Möbelhersteller Ikea will jetzt auch komplette Häuser verkaufen – aus Holz.

Ikea-Haus
Foto: Frank Rumpenhorst dpa/lhe (Zu dpa-lhe KORR) +++(c) dpa – Bildfunk+++

Ikea will in Deutschland künftig ganze Wohnungen und Häuser verkaufen. Am 3. März soll das erste Musterhaus aus Holz auf dem Ikea-Gelände im hessischen Hofheim präsentiert werden, dort hat Ikea seine Deutschlandzentrale. Danach will der Konzern im Hofheimer Stadtteil Langenhain eine erste komplette Siedlung errichten.

Der Hofheimer CDU-Politiker Frank Härder wehrt sich gegen diesen Plan. In der sonntaz kritisiert er die Ikea-Häuser als Hasenställe: “(…) Behelfsbauten – eine graue Fassade mit zwei Löchern drin.”

Die Fertighausfirma Bien-Zenker soll für Ikea als Lizenzpartner Grundstücke akquirieren, die Häuser bauen und verkaufen. 180.000 Euro soll ein etwa 100 Quadratmeter großes Ikea-Haus kosten – ohne Keller, aber inklusive Grundstückskosten. Bis Ende 2010 sollen in Deutschland sechzig Reihenhäuser und zweigeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen.

Damit die ersten achtzehn Wohneinheiten im Hofheimer Ortsteil Langenhain errichtet werden können, muss die Stadt den Bebauungsplan ändern. Einige Stadtverordnete, darunter Härder, lehnen die Boklok-Architektur aber ab. Sie haben den Entwurf an den Planungsausschuss zurückverwiesen.

Quelle: www.taz.de

Deutscher Bauherrenpreis Neubau 2010

Der Deutsche Bauherrenpreis wurde als wichtigster nationaler Wohnungsbauwettbewerb am 18. Februar 2010 in der Kategorie NEUBAU 2010 anlässlich der bautec in Berlin verliehen. Die Preisverleihung fand in Verbindung mit einem Symposium zum Thema “Wohnen-Bildung-Arbeit. Ansprüche an neue Stadtquartiere” statt. Die Jury zeichnete zehn Projekte mit einem Preis aus; sieben weitere Projekte erhielten eine Besondere Anerkennung.

Quelle: GdW
Link zur Dokumentation Bauherrenpreis 2010

Arbeitshilfe Bebauungsplanung

Für alle die sich in ihrer Anstellung mit dem Thema Bauleitplanung und der Erarbeitung von Bebauungsplänen beschäftigen, sich einfach mal ein wenig in die Thematik einarbeiten wollen oder in der Uni im Seminar Baurecht mit Fachwissen glänzen wollen sei die “Arbeitshilfe Bebauungsplanung” empfohlen. Neben Darstellungen wesentlicher zeichnerischer Festsetzungen im Bebauungsplan macht sie auch Beispiele zur Formulierung von textlichen Festsetzungen und weist auf mögliche Fehlerquellen hin.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
Link zur Arbeitshilfe

49 cities


Die zweite Ausgabe des Buches zeigt das Ergebnis einer Forschungsarbeit, die Planstädte über Jahrhunderte hinweg vergleicht.
In Plänen, Schnitten, Zeichnungen, Tabellen und Diagrammen werden 49 Städte, die in dieser Form nie existierten, portaitiert und geben einen bemerkenswerten Einblick in ein zeitgenössisches Verständnis zur Stadt. Zu gleich stellt das Buch einen Überblick über einen utopischen Urbanismus dar.
Das Buch ist als Ausstellungskatalog damals in seiner ersten Fassung erschienen.

“Second Edition featuring a new interview with Michael Webb and an essay by Sam Jacob.

How many inhabitants would Buckminster Fuller’s Tetrahedron City house? What would the density of Rem Koolhaas’ Exodus plan for London, or Superstudio’s Continuous Monument, have been had they ever been realized? How would they compare in scale to Kenzo Tange’s Tokyo Bay project, or to Corbusier’s Ville Radieuse? Which of them would have comprised more green areas? 49 Cities sets out to crunch the numbers of several centuries of unrealized urbanism, all the way from the ideal Roman city to the great utopian projects of the 20th century. Through plans, sections, charts and scale drawings, 49 cities are observed statistically and presented in an unprecedented comparative study, the result of a research project conducted over several years. Despite the fact that these cities never actually existed in their intended form, this overview of utopian urbanism provides a remarkable insight into our understanding of the contemporary metropolis.”

Link zum Buch
Link zur Ausstellung mit weiteren Informationen

Nachhaltige Landschaften

Sustainability/Nachhaltigkeit ist in aller Munde und jeder Fachbereich zeigt was er damit in Verbindung bringt. Im Sinne von “brownfield activation” können auch Landschaftsarchitekten dazu beitragen. Die amerikanischer Vereinigung der Landschaftsarchitekten (ASLA) zeigt beispielhafte Projekte dazu. Drei sollen hier exemplarisch genannt werden:

High Line Park, New York, USA
“Project Facts
• The High Line Park runs more than 20 blocks from Gansevoort to 20th street. The second hase running from 20th street to 30th street will launch in 2010.
• The High Line is essentially a green roof on top of an elevated railroad track. There are multiple layers within the “living roof,” including a porous drainage layer, gravel, filter fabric, subsoil, and topsoil.
• Materials used in the High Line were selected based on life-cycle costs. Special concrete designed to last long was used to reduce the waste caused by later replacements.
• Parts of the High Line use recirculated water. Plans are underway to harvest rainwater from the roofs of nearby buildings.
• Native, drought-resistant plant species were tailored to the High Line’s micro-climates.
• Friends of the High Line will employ youths aged 16-21 as part of its “Youth Corps” program. Additionally, the High Line Schools program now offers curriculum guides, which were co-developed with the New York City Laboratory School for Collaborative Studies, for grades two through seven. Class visits to the High Line are also part of the educational program.”

Quelle: ASLA – High Line Park

The Red Ribbon, Tanghe River Park, Qinhuangdao City, China
“Project Facts
• The Red Ribbon Tanghe River Park used to be a neglected community garbage dump.
• The park’s “Red Ribbon” steel structure runs 500 meters along the riverbank and is lit from within at night.
• Alternative ideas considered by the city for the park included paving over vast areas with hard concrete and adding ornamental flower beds.”
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Architekturvisualisierung der Zukunft?!

Holographic Architectural Imaging by Zebra from Core77 on Vimeo.

Zebra Imaging hat auf der Autodesk University 2009 eine neue Visualisierungsmöglichkeit mit Hilfe der Hologramtechnik vorgestellt. Sinn oder Unsinn wird vor allem die Zukunft zeigen…

“Zebra Imaging makes digitally-mastered, actively-animated, true-color, full-parallax holographic images. These holographic images are available in full color, or in monochrome (green). Zebra’s holographic images can be scaled to any size, large or small. By tiling together multiple tiles, it is possible to create large city maps, full sized cars, humans, and machinery. The minimum you have to do is supply the digital data set–Zebra can do the rest.”

Quellen: core77 und Zebra Imaging