Prinz Eugen Kaserne, München
Städtebaulicher und Landschaftsplanerischer Ideen- u. Realisierungs-Wettbewerb
Auftraggeber: Landeshauptstadt München
Größe: ca. 29,7 ha, 1.600 Wohnungen
Bebauungsplan: 2009
“Die Bundeswehr geht, ein neues Stadtquartier entsteht. Statt der Soldaten übernehmen Bautrupps das Regiment, die Umwandlung von ehemaligen Militärarealen in attraktive Wohngebiete schreitet also weiter voran. Jetzt ist der Architektenwettbewerb für das Gebiet der Prinz-Eugen-Kaserne an der Cosimastraße in Bogenhausen entschieden. Die Planungen für ein neues, großes innerstädtisches Wohngebiet kommen damit einen entscheidenden Schritt voran.”
Quelle: Süddeutsche Zeitung
“Am 3. Juli 2009 haben die Stadtbaurätin, Frau Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk, sowie der Leiter der Abteilung Grundstücksverkehr im Kommunalreferat, Herr Rudolf Saller, das Ergebnis (…) bekanntgegeben und erläutert. Durch das Preisgericht wurde (..) eine Preisgruppe (5 Büros) festgelegt. Dabei erfolgte keine Rangfolge.”
Die 5 Büros der Preisgruppe wurden mit einer Überarbeitung beauftragt, GSP-Architekten gewannen den 1.Preis:
Bilder: GSP-Architekten
“Für das Areal der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne (…) an der Cosimastraße (…) wurde durch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung ein zweiphasiger städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt. Dadurch besteht die Chance, die städtebauliche und landschaftsplanerische Entwicklung im Stadtteil Englschalking voranzutreiben und insgesamt den Münchner Nordosten als Wohnstandort zu stärken.
Unter Berücksichtigung der erforderlichen sozialen Infrastruktureinrichtungen sowie der Ausweisung von Standorten für Handel- und Dienstleistung soll ein eigenständiges Wohnbauquartier für ca. 1.600 Wohnungen mit hohen Identifikationscharakter (…) entstehen. Vielfältige und bezahlbare Wohnformen werden ein integratives und gemeinschaftliches Wohnen für unterschiedliche Einkommens- und Haushaltsstrukturen ermöglichen. Nachbarschaftsmodelle, Baugenossenschaften und -gruppen sind ausdrücklich erwünscht. So soll durch die Bildung von Nachbarschaften und Netzwerken der Anonymisierung des Wohnens entgegengewirkt werden.
Ein zusammenhängendes, barrierefreies Grün- und Freiflächenkonzept, das den wertvollen, stadtbildprägenden Baumbestand berücksichtigt, soll die Wohnqualität im Gebiet sichern. Dabei wird über die Grünzüge eine Verknüpfung des Planungsgebietes zur Isar und zum Landschaftsraum im Nordosten Münchens gelingen. Besonders berücksichtigt werden sollen die Belange von Familien, Kindern und Frauen sowie älteren Menschen. Basierend auf dem Freiraumkonzept wird ein integriertes Spielraumkonzept sowohl auf privaten als auch auf öffentlichen Freiflächen entwickelt werden. Für beide Flächenkategorien gilt, dass sowohl intensiv ausgestattete Erholungsflächen als auch nutzungsneutrale Freiflächen zur kreativen Aneignung angeboten werden.
Ein zusammenhängendes, sicheres und attraktives Wegenetz soll Fußgänger und Radfahrer zu den wichtigen Infrastruktureinrichtungen und Erholungs-und Spielflächen bringen.
Die Biotop-und Ausgleichsflächen als Bestandteil des Freiflächensystems erfüllen wichtige ökologische Funktionen und ermöglichen gleichzeitig Naturerfahrung in der Stadt.
Der schonende Umgang mit Umwelt und Energie ist (…) von elementarem Interesse für die Gestaltung künftiger Wohnquartiere. Das neue Stadtquartier soll Antworten auf die energetischen und ökologischen Herausforderungen unserer Zukunft geben in dem hier die Voraussetzungen zur Schaffung einer ökologischen Mustersiedlung für ca. 400 Wohnungen ermöglicht werden.”
Quelle: Stadt München









